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BIBER & ASSOCIATES SAP & Job Knowledge Base

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November 8, 2013

Kein Mangel an SAP-Stellen

Einschätzung zur Lage auf dem SAP-Arbeitsmarkt
November 2013

Als auf den SAP-Markt spezialisierte Personalagentur arbeiten wir sowohl mit Stellensuchenden als auch mit SAP-Anwenderunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Über unsere internationalen Recruiting Partner haben wir zudem guten Einblick in weitere internationale Märkte. Aus diesem Grund verfügen wir über eine besondere Perspektive auf die Lage im SAP-Jobmarkt, sowie Zugang zu Frühindikatoren, die auf die weitere Entwicklung schließen lassen. Mit diesem Newsletter wollen wir Sie an diesen Informationen teilhaben lassen.

Die aktuelle Situation bei SAP-Jobs aus unserer Sicht

Wer in den letzten Monaten eine Stelle als SAP Consultant gesucht hat, bekam zwar Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und viele erhielten auch ein oder mehrere Angebote innerhalb von wenigen Wochen. Dennoch war die Situation nicht immer leicht. Auch hochqualifizierte Bewerber erhalten derzeit gelegentlich Absagen und manch gestandener Berater muss ein paar Monate Zwangspause verkraften, bevor er wieder in Lohn und Brot steht. Die Unternehmen bleiben äußerst selektiv bei der Besetzung der gut bezahlten SAP-Posten. Die vorläufige Bilanz für Bewerber im SAP-Arbeitsmarkt: Das Jahr war gut, wenn auch nicht sehr gut.

Generell haben erfahrene SAP-Berater keinen Mangel an interessierten Firmen zu beklagen. Doch es macht schon einen großen Unterschied, ob man Erfahrung in einer weit verbreiteten Sparte besitzt oder ob man eine seltenere Spezialisierung hat. FICO Berater sind beispielsweise in vielen Firmen gefragt, denn diese benötigt annähernd jeder SAP-Kunde in jeder Branche. Hier haben Bewerber eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, schnell einen Job in der Nähe zu finden, der ihren Wünschen entspricht. Auch bei Themen wie zum Beispiel SAP BI, SAP Basis oder SAP HCM gibt es wieder mehr offene Stellen und flexible Möglichkeiten für Bewerber. Ebenfalls sehr häufig gesucht werden SAP-Experten für Logistik oder Produktion. Doch schon hier ist das Angebot in absoluten Zahlen geringer und Bewerber müssen sich auf eine etwas längere Suche oder einen Umzug einstellen. Unverändert stark gefragt sind Entwickler, derzeit vor allem für die Bereiche HCM und CRM. Und weiterhin sind in Deutschland, Österreich und in der Schweiz auch Management- und Führungspositionen sowie SAP CCC Leiter-Posten zu vergeben.

Bei spezielleren Nischen, wie SAP-Branchenlösungen, ist die Lage etwas anders. Zwar steht hier einer kleinen Schar von Experten eine große Zahl an Stellen offen, diese sind jedoch weit gestreut. Eine Karrierechance bietet sich hier vor allem Beratern, die umzugs- oder reisebereit sind. Das gleiche gilt für Berater, die am Anfang ihrer Karriere stehen: Bewerbern mit zwei Jahren Berufserfahrung können spezialisierte SAP-Recruiter zahlreiche Vorschläge im Bereich Customizing und Entwicklung vorlegen. Oft erfordert dies jedoch einen Standortwechsel und die Bereitschaft, an vier Tagen pro Woche unterwegs zu sein. Noch wichtiger ist die volle Reisebereitschaft bei Neu- und Quereinsteigern und Bewerber mit weniger als zwei Jahren SAP-Erfahrung.

Einen beträchtlichen Teil des im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften derzeit großen Erfolgs der Bundesrepublik machen die gemäßigten Löhne aus. Dabei machen die SAP-Profis keine Ausnahme. Sie gehören zwar zu den Spitzenverdienern im Land, aber sie haben in den letzten zwölf Monaten in der Gesamtsicht keine signifikante Steigerung des Reallohn-Niveaus erzielt. Das gleiche gilt auch für die Jahre zuvor.

Dies liegt unter anderem daran, dass das Angebot an SAP-Beratern zunimmt. Absolventen und Young Professionals nehmen die SAP-Beratung zu Recht als sehr attraktive und zukunftsträchtige Branche wahr. Tatsächlich bleibt, unabhängig von den in der Breite stagnierenden Löhnen, für den einzelnen SAP-Berater eine schnell ansteigende Lohnkurve besonders in den ersten fünf bis zehn Jahren der Laufbahn charakteristisch. Spitzengehälter in der Beratung gehen in den sechsstelligen Bereich.

Gleichzeitig grenzt sich der SAP-Markt stark ab und verlangt von Einsteigern, hohe Hürden zu überspringen. Der Zugang zur SAP-Praxis bleibt selbst manchem verwehrt, der Zertifizierungen und einschlägige Zeugnisse vorweisen kann. Nicht jeder, der rein will, schafft den schwierigen Sprung.

Zugleich haben zahlreiche Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten, SAP-Stellen zu besetzen. Dies liegt in manchen Fällen an einem sehr spezifischen Anforderungsprofil: Diese Firmen benötigen oft Fachkräfte mit einer seltenen Spezialisierung oder – besonders Mittelständler – eine seltene Kombination bestimmter Fertigkeiten. Immer öfter beobachten wir aber auch, dass Unternehmen außerhalb der Ballungsräume rund um Frankfurt am Main, München, Stuttgart und Köln/Düsseldorf es schwer haben, ihre Wunschkandidaten mit den gegebenen Konditionen dorthin zu locken.

Hinsichtlich der Branchen, ist weiterhin das frühere Zugpferd Manufacturing-/Automotive eher schwach. Die Nachfrage nach SAP-Personal ist hier noch nicht wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Wirtschaftskrise 2008/2009 angekommen. Die Unternehmen gehen bei der Rekrutierung von neuem Personal eher vorsichtig vor. SAP-Stellen besetzen sie nach Möglichkeit intern durch Umschulungen.

Das große SAP-Thema HANA ist noch kaum im Arbeitsmarkt angekommen. Das Know-how wäre zwar durchaus gefragt, aber es ist einfach auf der Bewerberseite noch nicht in signifikantem Ausmaß vorhanden. Viele SAP-Berater bilden ihre Expertise derzeit mittels erster Projekte aus. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis sich hier ausreichend Spezialisten von ihrer derzeitigen Stelle wegbewegen und man von einem „Markt“ sprechen kann.

Die Entwicklung bei SAP-jobs in den nächsten Monaten aus unserer Sicht

Biber & Associates erwarten zu Anfang des kommenden Jahres eine etwas höhere Nachfrage nach SAP-Beratern. Die Frühindikatoren zeigen weiter nach oben und europaweit scheint sich die Euro-Krise zumindest vorläufig etwas zu entspannen. Die Schätzungen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liegen für Deutschland derzeit bei 1,7 bis 1,9 Prozent. Das ist nicht mehr weit entfernt von einer Marke von 2 bis 3 Prozent Wachstum. Erfahrungsgemäß kippt in diesem Bereich der SAP-Arbeitsmarkt wieder in den lange gewohnten Zustand, dass gute Bewerber sich ihre Stelle aussuchen können und Unternehmen bei qualifizierten Bewerbern sofort zugreifen, bevor diese anderswo unterkommen.

Die meisten unserer Kundenunternehmen haben eine stabile Auftragslage. Verglichen mit fast allen anderen Qualifikationsprofilen sind die Arbeitsmarktchancen für Fach- und Führungskräfte im SAP-Bereich nach wie vor überdurchschnittlich. In unserer Datenbank befinden sich  derzeit über 500 offene Stellen für den deutschsprachigen Bereich und einige unserer Kunden suchen eine vierstellige Anzahl von SAP-Beratern weltweit.

Die besten Chancen eröffnen sich Bewerbern mit voller Umzugs- und Reisebereitschaft, also für jene, die vier Tage die Woche von unterwegs arbeiten würden. Dies trifft nur auf zehn bis zwanzig Prozent der SAP-Profis zu. Wem es wichtig ist, eine steile Karriere zu machen, sollte diese Art der Beratung vier bis fünf Jahre in einem renommierten Beratungshaus leisten. Wer die Belastung auf sich nimmt, gilt für den Rest seiner Karriere als sichere Bank.

Wir werden die mit uns zusammenarbeitenden SAP-Fachkräfte und -Führungskräfte auch in den nächsten Wochen und Monaten mit zahlreichen Vorschlägen ansprechen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns Rückmeldung zu den Stellenvorschlägen geben – unabhängig davon, ob diese positiv oder negativ ausfällt. So wissen wir, dass Sie den Vorschlag erhalten haben und können unser Angebot für Sie optimieren. Nichts wäre ärgerlicher, als den Traumjob zu verpassen, nur weil eine E-Mail übersehen wurde. Für besonders interessante Stellenvorschläge werden wir Sie im Einzelfall telefonisch kontaktieren, um den Vorschlag mit Ihnen zu besprechen.

Feedback

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Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Biber